Donnerstag, 26. Juli 2007

Videokonferenzen werden wichtige „grüne Technologie“ im Zuge der aktuellen Klimaschutzdebatte

Neue und alte Geschäftsgründe für die Videokonferenz / Fast ein Drittel mehr verkaufte Anlagen in Deutschland im letzten Jahr

Frankfurt, 26. Juli, 2007: - Mit der fortdauernden Klimaschutzdebatte kommt im Videokonferenzgeschäft ein neuer Anschaffungsgrund hinzu. Videokonferenzen rücken in den Unternehmen nach Einschätzung des Videokonferenz- und Konferenzraumspezialisten VITEC GmbH zunehmend in den Rang einer „grünen Technologie“, die neben ihren traditionellen Vorteilen nun auch aus Umweltschutzgründen en vogue wird. Dabei fügt sich das umweltfreundliche Prädikat nach Einschätzung von VITEC anderen Kaufargumenten hinzu, die vor dem Hintergrund von Globalisierung und drohendem Verkehrskollaps zu veranschlagen sind.

Videokonferenzen, Geschäftsreisen und Umweltschutz werden derzeit immer häufiger in einem Atemzug genannt – und das nicht nur von denen, die mit Videokonferenztechnologie Geld verdienen wollen. Liegt die Videokonferenz als klimafreundliche Anwendung voll im Trend, so punktet sie weiterhin mit ihren traditionellen Kaufgründen, die da sind: Reisekostenersparnis und verbesserte Arbeitseffizienz durch geringeren geschäftsreisebedingten Arbeitsausfall sowie dadurch verzögerte Abläufe und Entscheidungen.

Hinzu kommen nach Meinung von VITEC nationale und internationale Gegebenheiten, die als zusätzliche Anschaffungsgründe wirken. Immer mehr Menschen müssen pünklich von A nach B. Da stößt jedes Verkehrssystem an seine Grenzen, zumal die dezentral ausgelegte Wirtschaftsstruktur Deutschlands mit verschiedenen Wirtschaftsmetropolen ein besonders hohes Geschäftsreisevolumen bewirkt. Zusätzlich wirkt der Faktor Globalisierung. Der globale Wettbewerb und der Zugang zu lokalen Märkten verstärkt sich, was wiederum den Druck auf die Unternehmen verstärkt, herausragende Ergebnisse zu liefern. „Sie benötigen Quantensprünge in Produktivität und Flexibilität, um wettbewerbsfähig zu bleiben, und das geht nur mit vernetzten und mobilen Hochleistungs-Arbeitsplätzen. Hier entsteht einer der wichtigsten Anschaffungsgründe für Videokonferenzen“, weiß Dr. Wilhelm Mettner, Geschäftsführer der VITEC GmbH.

Videokonferenzboom ante portas?

Trotz der günstigen Vorzeichen sind Marktkenner wie Mettner vorsichtig, dem Videokonferenzmarkt den Eintritt in einen Massenmarkt zu prognostizieren. Fakt ist jedoch, dass der deutsche Markt seit letztem Jahr spürbar angezogen hat und dass in den vier zurückliegenden Quartalen jeweils deutlich über 800 Gruppensysteme pro Quartal verkauft wurden. Den Absatz im 1. Quartal 2007 beziffern die Marktforscher von Wainhouse auf 930 Gruppensysteme entsprechend einem Verkaufswert von 6,5 Mio. Dollar.

Die laut Wainhouse in 2006 verkauften 3.523 Gruppensysteme, die einen Zuwachs von 28 % brachten, bedeuteten den größten Wachstumsmarkt für Videokonferenzen im Europavergleich. Trotz der guten Wachstumsperspektiven für diese Technik sieht VITEC-Chef Mettner das tatsächliche Potential nicht ausgeschöpft: „Es gibt zahlreiche Unternehmen, die sich heute mit einer Behelfslösung oder gar keiner Lösung begnügen, weil sie häufig noch nie von der Leistungsfähigkeit von Videokonferenzsystemen gehört haben.“

Die stärkste Nachfrage nach Videokonferenztechnik erwartet Dr. Mettner in den kommenden Jahren aus der Ecke der Mittelstandsunternehmen. Diese steigen im Gegensatz zu Großunternehmen, die bereits seit vielen Jahren Videokonferenzen nutzen, jetzt erst in den Gebrauch solcher Lösungen ein. „Rund 850.000 deutsche Mittelstandsfirmen, von denen bislang nur wenige Videokonferenzen nutzen, dürften in nächster Zeit für eine hohe Nachfrage stehen, zumal sie zunehmend wie die ganz großen Firmen dem Globalisierungs- und Wettbewerbsdruck ausgesetzt sind und sich geschäftssichernde Strategien einfallen lassen müssen.“