Freitag, 23. Juni 2006

Pharmaunternehmen Norgine plant sein Europageschäft am Bildschirm

Als europaweit aufgestelltes Pharmaunternehmen müssen diverse Projektteams der Norgine-Gruppe kontinuierlich miteinander konferieren. Statt aufwendiger Reisen machen die lokalen Niederlassungen des Konzerns das zunehmend per Videokonferenz. Lieferant der Anlage war die VITEC GmbH.

Klean-Prep®

Wer die Facharztpraxis eines Internisten betritt, um sich einer Darmspiegelung zu unterziehen, bekommt von der Arzthelferin gewöhnlich zur Vorbereitung ein Medikament zur Darmreinigung. Häufig handelt es sich dabei um kleine gelbe Beutel mit der Aufschrift Klean-Prep®. Ein Pulver zur Herstellung einer Trinklösung, die dem Facharzt die wichtige klare Sicht für seine Tauchfahrt per Endoskop durch das menschliche Organ ermöglicht und von dem im nordhessischen Marburg ansässigen Pharmaunternehmen Norgine stammt. Neben dem Schwerpunkt gastroenterologischer Präparate wie Klean-Prep® und Movicol® entwickelt und vermarktet Norgine auch Medikamente für den ambulanten und klinischen Einsatz im Bereich der Schmerztherapie oder Mundschleimhauterkrankungen.

Forschung, Vermarktung und Vertrieb erfolgen dabei über zahlreiche Niederlassungen und Partner in derzeit elf europäischen Ländern. Ergänzt wird diese Infrastruktur durch Niederlassungen in Australien, Südafrika und Singapur sowie Handelspartner im Mittleren Osten, Südostasien und Afrika. Der Standort Marburg selbst ist Teil der „German Business Unit“, zu der neben Deutschland auch Österreich und Schweiz gehören. In Marburg, wie auch an verschiedenen anderen weltweiten Standorten, gehören seit etlichen Jahren Videokonferenzen zum Geschäftsalltag.

Statt zu den Kollegen nach Paris, Amsterdam oder ins englische Harefield zu reisen, sitzen die verschiedenen Projektteams nunmehr möglichst oft vor dem Bildschirm im Marburger Konferenzsaal und besprechen sich mal eben für eine viertel, halbe oder ganze Stunde mit anderen Niederlassungen. Dabei waren Einsparungen von Reisekosten ein wichtiger, wenn auch nicht einziger Anschaffungsgrund. Andere waren die Aussicht auf höhere Arbeitseffizienz, schnellere Entscheidungen und kürzere Time-to-Market-Zeiten.

Allein der Faktor Reisekosten habe aber bereits genügend Umstiegsmotivation, weiß IT Operations Executive Markus Vierneusel, denn die früheren häufigen Reisen zu Meetings hätten sich zu einem beachtlichen Betriebskostenfaktor summiert. Heute wird in der weltweiten Norgine-Gruppe deutlich weniger gereist, und zwar nur noch zu solchen Treffen, die sich für virtuelle Gespräche via Monitor nicht eignen.

In Marburg wurde im vergangenen Jahr eine ältere Polycom-Anlage durch eine mehrpunktfähige ViewStation EX MultipointPlus IP desselben Herstellers ersetzt, wie man auch konzernweit die Strategie verfolgt, nur Polycom-Anlagen des gleichen Typs einzusetzen, um untereinander kompatibel zu sein und überall die für Projektteambesprechungen wichtige Visual Concert-Präsentationstechnik nutzen zu können. Geliefert und installiert wurde die neue Anlage wie auch bereits das Vorgängermodell von dem Frankfurter Video- und Konferenzraumspezialisten VITEC GmbH, der auch den Service und Support bietet.

Monatlich rund 50 Videokonferenzen werden derzeit von den Mitarbeitern in Marburg abgehalten - mit dem neuen System oft mit drei Gegenstellen gleichzeitig. Gesprächsbedarf gibt es bei einem paneuropäisch aufgestellten Pharmaunternehmen natürlich reichlich. Kleine und größere Projektteams stimmen sich über all das ab, was dringend anliegt – Produktforschung, Marketing oder Vertriebsplanung und –koordination, aber auch alle möglichen anderen Dinge, die das Kerngeschäft unterstützen.


http://www.norgine.de